SUMO - Schweizer Meisterschaft Ramsen

Die Schweizer Supermoto-Meisterschaft 2013 neigt sich dem Ende entgegen. Am Wochenende ging der vorletzte Lauf in Ramsen, direkt hinter der deutschen Grenze über die Bühne. Wie immer fanden am Samstag die zwei freien Trainings und gegen Abend das entscheidende Zeittraining statt.

Supermoto schweizer Meisterschaft - Alfred Wolber in Ramsen auf RST-YamahaDie Strecke um die Industriehallen war identisch wie die Jahre zuvor, einzig der Offroad änderte sich, da der Veranstalter nicht mehr genügend Gelände vom Landbesitzer erhielt. Aus meiner Sicht etwas schade, da der Offroad letztes Jahr absolut perfekt war, diese Jahr somit etwas kürzer aber dafür mit einem Waschbrett versehen.

Was für die Solos locker von der Hand ging, Sie sprangen die 4 Wellen unter 2 mal, war für die Quads aufgrund der kürzeren Federwege und des größeren Gewichtes doch schwieriger. Einige Fahrer versuchten es sofort im 1. freien Training, andere brauchte etwas länger und die 3. Fraktion, das war der größte Teil, lies es gleich bleiben. Ich gehörte zu denen die etwas länger brauchten um das Waschbrett unter 2 mal zu bezwingen zumal dies einen deutlichen Zeitvorteil mit sich brachte. Allerdings scheiterten auch einige im Waschbrett was nicht ohne Folgen blieb.

Da wir Interfahrer mit den Nationalen zusammenfuhren war es fast nicht möglich auf der kurzen Strecke mit über 20 Quads eine freie Runde zu finden. Das Zeittraining wurde dann glücklicherweise in 2 Gruppen aufgeteilt. Wollte ich in die 1. Startreihe und das war mein Ziel, musste ich das Waschbrett unter 2 mal springen, nur so war eine schnelle Zeit zu erzielen. Das Problem war die relativ kurze Anfahrt um genügend Speed zu haben, aber es half nichts, da musste ich nun durch oder besser gesagt drüber. Ich
versuchte zuerst eine sichere und schnelle Zeit hinzulegen ohne das Waschbrett zu springen.

Quadkollege Isotton scheiterte leider am Waschbrett und verabschiedete sich mit einem Überschlag, defektem Quad und schmerzender Hand aus dem Geschehen
und unter gelben Flaggen kannst Du sowieso keine Zeit verbessern, also Runde abbrechen. Als ich an der Box vorbei kam waren die meisten Kollegen
rausgefahren und warteten kurz. Diese Zeit nutze ich aus und versuchte eine schnelle Runde hinzubekommen in der Hoffnung, dass wenn ich beim Waschbrett
ankam die Streckenposten alles bereinigt und ich freie Fahrt hatte und genau so war es, keine gelbe Flaggen und absolut freie Bahn, also rüber über das Waschbrett und so konnte ich meine Zeit um fast 1 Sekunde verbessern und stand dort wo ich hinwollte, in der ersten Reihe.

Christoph und Maxim Cuche waren für mich sowieso nicht greifbar. Sie waren über eine 1 Sekunde schneller. Ich musste mich auf Xavier Veron konzentrieren da er in der Meisterschaft nur wenige Punkte hinter mir lag. Auch Maxim Cuche hat rechnerisch noch Möglichkeiten den 2.Schlussrang in der Meisterschaft zu erzielen.

Zeittraining:

  1. Maxim Cuche 55.131
  2. Christoph Cuche 55.221
  3. Ich 56,648
  4. Isotton 57.323
  5. Veron 57.410
  6. Betschard 57.628

Sonnntag:

Christoph Cuche startete etwas Verhalten und nur ein Schelm denkt sich was dabei, aber Maxim Cuche gewann alle drei Läufe und sicherte sich damit das Maximum an Punkten (jeweils 25) was Ihm in der Meisterschaft natürlich sehr entgegen kam. Konnte ich im 1.Lauf Veron hinter mir lassen, drehte er im 2.Lauf den Spieß um. Ich konnte zwar jedesmal als Dritter in die 1.Kurve einbiegen, aber Veron war direkt hinter mir, was nicht sonderlich schwer war da er alleine in der 2 Startreihe stand. Isooton und Betschard hatten sich beide am Waschbrett verletzt und konnten nicht starten. Veron folgte mir wie ein Schatten und als wir im Waschbrett auf einen überrundeten Fahrer aufliefen zögerte ich und sprang das Waschbrett im
Gegensatz zu Veron nicht und schon war er vorbei und sicherte sich so den 3. Platz

1. Lauf

  1. Maxim Cuche
  2. Christoph Cuche
  3. Ich
  4. Xavier Veron

2. Lauf

  1. Maxim Cuche
  2. Christoph Cuche
  3. Xavier Veron
  4. Ich

3. Lauf

Wollte ich Punkte gutmachen und aufs Podest fahren musste ich versuchen Veron hinter mir zu lassen, was mir am Start auch wieder gelang. Allerdings dauerte mein Glück nicht lange. Bei der Anfahrt zum Waschbrett fuhr ich eine etwas engere Linie und hatte zu wenig Schwung, was sich in einem Kopfstand und unsanften Abgang vom Quad wiederspiegelte. Jetzt kam Glück und Pech zusammen. Glück war, mir war absolut nichts passiert und auch am Quad war
nur die Halterung vom vorderen Bremsbehälter abgerissen, aber ich hatte meine Reisleine verloren, welche bei einem Sturz den Motor sofort abstellt. Und ohne das Teil brauchst Du erst gar nicht zu versuchen das Quad zu starten. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir das Teil auf der Strecke gefunden haben und ich mit über einer Runde Rückstand das Rennen wieder aufnehmen konnte. Veron hat sich dadurch den 3.Tagesrang nach Maxim und Christop Cuche gesichert und vor allem weitere Punkte auf meinen 2. Meisterschaftsrang aufgeholt.

Supermoto schweizer Meisterschaft - Alfred Wolber in Ramsen auf RST-YamahaZwischenstand vor Ramsen:

  1. Christoph Cuche 545 Punkte
  2. Ich 455 Punkte
  3. Xavier Veron 443 Punkte
  4. Maxim Cuche 413 Punkte

Zwischenstand nach Ramsen bzw. vor dem letzten Lauf jetzt am Wochenende in Roggwil.

  1. Christoph Cuche 611 Punkte
  2. Ich 508 Punkte
  3. Xavier Veron 501 Punkte
  4. Maxim Cuche 488 Punkte

Da es am Wochenende in Roggwil max. 75 Punkte zu vergeben gibt, sieht es nach einen spannenden Finale um die Vizemeisterschaft aus.

 

Grüße bis nächste Woche

 

Alfred

RST - Yamaha

 

Text: Alfred Wolber Fotos: Michael Dichtl

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02.10.2013, Kategorie: Sport

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